Interview mit den Aufsteigern Marc-Philip Eckermann und Antonio Agazio

 

 

Vielen Dank Marc-Philip und Toni, dass ihr euch die Zeit nach dieser langen Saison nehmt. Beschreibt uns Eure aktuelle Gefühlswelt.

 

Marc-Philip: Ich bin sehr glücklich und dankbar. Solch ein Erfolg braucht immer ein starkes Team hinter dem Team. Ich bin allen, die mich diese Runde begleitet und unterstützt haben überaus dankbar!

 

Antonio: Auch wenn ich das Landesligaaufsteiger-Gefühl bereits zweimal erleben durfte, fühle ich mich natürlich trotzdem sehr, sehr gut und bin total glücklich.

 

 

 

Nach einer Saison ist das Warten als Schiedsrichter auf die Beobachtungsergebnisse natürlich auch nicht immer eine einfache Phase. Wie habt ihr von Euren Aufstiegen erfahren?

 

Marc-Philip: Unser Verbandsschiedsrichterobmann Giuseppe Palilla hat mich telefonisch informiert.

 

Antonio: Ich habe durch den obligatorischen Anruf von unserem Obmann Markus Seidl die positive Nachricht überbracht bekommen. Er hat sich mit mir zusammen gefreut, das habe ich durch das Telefonat gespürt.

 

 

 

Was war Euer persönliches Highlight der vergangenen Saison?

 

Marc-Philip: Ich schaue auf eine schöne Saison mit zahlreichen schönen Momenten zurück. Als besonderes Highlight würde ich hierbei die Leitung des DFB Pokal Halbfinales der Junioren zwischen dem SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach nennen. Über das mir entgegengebrachte Vertrauen durch die SR Kommission Amateure habe ich mich sehr gefreut und es war ein unvergessliches Erlebnis.

 

Antonio: Die Nominierung durch den Ausschuss für die Bezirksliga-Beobachtung

 

 

 

Marc-Philip, Du kennst die Regionalliga bisher ja von der Seitenlinie als Assistent. Das sieht bei Dir, Toni etwas anders aus. Das Motto „aller guten Dinge sind drei“ hast Du selbst angesprochen, nachdem Du bereits zuvor zwei Jahre in der Landesliga als Schiedsrichter unterwegs warst. Was glaubt ihr wird die größte Veränderung oder Herausforderung für Euch in der neuen Liga sein?

 

Marc-Philip: Das mediale Interesse in der Regionalliga ist deutlich höher als in der Oberliga. Somit gibt es nicht mehr nur eine Kamera, sondern ein paar mehr. Da ist die Herausforderung natürlich noch größer.

 

Antonio: Ich werde mir selber keinen Druck mehr machen, das habe ich bereits in dem Bezirksligajahr sehr gut abgestellt. Die Herausforderung ist natürlich, dieses Jahr besser als die letzten zwei Jahre in der Landesliga zu sein.

 

 

 

Auch das Thema körperliche Fitness für Schiedsrichter ist im Vergleich zu früher ein immer wichtigeres Thema. Mit einer Laufleistung von teilweise über zehn Kilometern und vielen einzelnen Sprints darf das Training natürlich nicht zu kurz kommen. Wie sieht denn Euer Trainingsplan aus und wird sich dieser mit dem Aufstieg verändern?

 

Marc-Philip: Ich trainiere fast täglich. Sei es individuell oder in der Gruppe. Daran wird sich nichts verändern. Körperliche Fitness ist der Grundstein um erfolgreich zu sein.

 

Antonio: Durch den Aufstieg in die Landesliga ändert sich selbstverständlich mein Trainingsplan. Ich werde die Fitness stärken und das Maximum aus meiner Ausdauer herausholen.

 

 

 

Was macht Eurer Meinung nach einen guten Schiedsrichter aus?

 

Marc-Philip: Für mich ist ein guter Schiedsrichter freundlich aber bestimmt. Er leitet ein Spiel und findet das richtige Maß zwischen Kumpel und Chef auf dem Platz. Dabei finden Arroganz und Überheblichkeit keinen Platz.

 

Antonio: Persönlichkeit, Umgang mit den Kollegen, Kommunikation mit den Spielern.

 

 

 

Die Schiedsrichtergruppe Waiblingen hat im Frühjahr wieder erfolgreich neue Schiedsrichter mit dem Neulingskurs ausbilden können. Zwar ist das bei Euch schon einige Jahre her, aber erinnert ihr Euch trotzdem noch an Euren Neulingskurs?

 

Marc-Philip: Klar! Sowas vergisst man nicht. Ich hatte noch die Ehre, bei Robert Walz zu lernen.

 

Antonio: Ja klar. Bereits da fiel ich schon ins Rampenlicht, weil ich der erste war der die Prüfung in schnellster Bearbeitungszeit abgegeben hatte. Meine Prüfung habe ich noch unter Hans-Peter Schmidt in Nellmersbach im Jahr 2008 absolviert. Damals war ich so aufgeregt, dass ich die vielen richtigen Antworten und Kreuze durchgestrichen habe und durch falsche Antworten ersetzt hatte. Es hat zum Glück aber dann doch zum Bestehen gereicht.

 

 

 

Was würdest Du den heutigen Neulingen mit auf den Weg geben?

 

Marc-Philip: Pfeifen, pfeifen, pfeifen. Wissbegierig sein, offen für Tipps und Hinweise sein und vor allem Spaß haben.

 

Antonio: Es ist falsch, sich gleich zu Beginn mit zu hohen Zielen unter Druck zu setzen, denn nach der Eins kommt immer die Zwei. Wichtig ist, den Spaß an der Schiedsrichterei nicht zu verlieren. Durch gute Betreuungen am Anfang kann man einige Basics dazulernen. Jedoch ist es wichtig, daraus zu lernen und die Tipps und Verbesserungsvorschläge der Betreuer und Coaches auch umzusetzen. Zielstrebigkeit, Lernwille und Einsatzbereitschaft sind die wichtigsten Faktoren die ein Neuling braucht.

 

 

 

Letzte Frage an Euch: Neue Saison, neues Glück. Was sind Eure nächsten Ziele als Schiedsrichter?

 

 

 

Marc-Philip: Meine Ziele haben sich durch den Aufstieg nicht verändert. Ich versuche nach wie vor fokussiert und konzentriert zu arbeiten und schaue dann, was am Ende dabei rumkommt. Ich glaube fest an die Maxime, dass sich Leistung immer durchsetzt und die Wahrheit auf dem Platz liegt.

 

Antonio: Auf jeden Fall den Klassenerhalt schaffen. Sollte ich im nächsten Jahr den Klassenerhalt schaffen, da ja aller guten Dinge immer drei sind, sind die Voraussetzungen schon mal gut. Wenn es dann auch klappt, werde ich eine Klassenerhalt-Party schmeißen.

 

 

 

Alles klar ihr beiden. Vielen Dank für Eure Zeit und nochmals Glückwunsch zu Eurem Erfolg. Wir wünschen Euch eine gute Vorbereitung auf die neue Saison und einen guten Start in die neue Spielklasse!

 

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